CD info
  
Nicolai von Wilm
  
Николай фон Вильм
  
Поэзия
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Nicolai von Wilm
“Deutsche Poesie in musicalischem Gewande”
“German Poetry in a musical guise”
«Немецкая поэзия в музыкальном облачении»
CD track 1
"The Blacksmith"
L. Uhland “Der Schmied”
Ich hör’ meinen Schatz,
Den Hammer er schwinget,
Das rauschet, das klinget,
Das dringt in die Weite
Wie Glockengeläute
Durch Gassen und Platz.
Am schwarzen Kamin,
Da sitzet mein Lieber,
Doch geh’ ich vorüber,
Die Bälge dann sausen,
Die Flammen aufbrausen
Und lodern um ihn.
CD track 2
"Reed Song"
N. Lenau “Schilflied”
Auf dem Teich, dem Regungslosen,
Weilt des Mondes holder Glanz,
Flechtend seine bleichen Rosen
In des Schilfes grünen Kranz.
Hirsche wandeln dort am Hügel,
Blicken in die Nacht empor;
Manchmal regt sich das Geflügel
Träumerisch im tiefen Rohr.
Weinend muß mein Blick sich senken;
Durch die tiefste Seele geht
Mir ein süßes Deingedenken,
Wie ein stilles Nachtgebet!
CD track 3
"Gypsy Life"
E. Geibel “Zigeunerleben”
Im Schatten des Waldes, im Buchengezweig,
Da regt sich's und raschelt's und flüstert zugleich;
Es flackern die Flammen, es gaukelt der Schein
Um bunte Gestalten, um Laub und Gestein.
Das ist der Zigeuner bewegliche Schaar
Mit blitzendem Aug' und mit wallendem Haar,
Gesäugt an des Niles geheiligter Fluth,
Gebräunt von Hispaniens südlicher Gluth
Schwarzäugige Mädchen beginnen den Tanz;
Da sprühen die Fackeln im rötlichen Glanz,
Heiss lockt die Guitarre, die Cymbel erklingt,
Wie wilder und wilder der Reigen sich schlingt.
Doch wie nun im Osten der Morgen erwacht,
Verlöschen die schönen Gebilde der Nacht;
Laut scharret das Maultier bei Tagesbeginn,
Fort ziehn die Gestalten. - Wer sagt dir, wohin?
CD track 4
"You Are Like A Flower..."
H. Heine “Du bist Wie Eine Blume”
Du bist wie eine Blume,
So hold und schön und rein;
Ich schau’ dich an, und Wehmuth
Schleicht mir in’s Herz hinein.
Mir ist, als ob ich die Hände
Auf’s Haupt dir legen sollt’,
Betend, dass Gott dich erhalte
So rein und schön und hold.
CD track 5
Drinking Song
M. Arndt “Trinklied”
Den Becher, den froehlichen Becher zur Hand!
Bald schiffen wir hin in ein anderes Land,
Wo Tropfen der Traube nicht fliessen:
Das roethet kein Morgen mit freundlichem Schein,
Da rufet kein Jubel den Juengling zum Reih’n
Kein lustiges Maedchen zum Kuessen,
Getrunken! Getrunken, so lang es noch geht!
Der knoecherne Maeher mag maehen er maeht
Uns alle, dem frueher, den spaeter.
O Charon, ich rudre, mit eigener Hand
Vom Trunke gestaerkt, an den dammernden Strand,
Und gruesse die baertigen Vaeter.
Das Leben enteilt wie ein fluechtiger Traum,
Den Jubelsaal trennet ein kaerglicher Raum
Nur von dem verstummenden Grabe.
Drum pflueck ich die Rose, die heute miir blueh’n
Drum brech’ ich die Trauben, die heute mir glueh’n;
Wer weiss, was ich morgen noch habe.
CD track 6
Wanderer's Nightsong
J.W. von Goethe “Wanderers Nachtlied”
Über allen Gipfeln
Ist Ruh,
In allen Wipfeln
Spürest du
Kaum einen Hauch;
Die Vogelein schweigen im Walde.
Warte nur, balde
Ruhest du auch.
CD track 7
Spring Greetings
Fr. Beck “Frühlingsgruss”
Du bist es, Fruehling! Ja, ich erkenne Dich!
Du bist es wieder, wie du mir oft genaht,
Gefuehlaufregend, Schmerz und Wonne,
Gegenwart und Erinnerung mischend!
Im Jubel ziehst du ueber Gebirg und Thal,
Den Fuss in Blumen, hoch in des Aethers Glanz
Dein Haupt, und Balsamduefte
Weben dein kleid Dir, o Goetterjuengling!
Voll gluehenden Dranges, Deiner Umarmung froh,
Gibt Dir den Brautkuss liebend Natur zurueck;
Geschmueckt mit Toenen, Farben, Dueften,
Laechelt sie still in verklaerter Schoene.
CD track 8
Moonlit Night
J. von Eichendorf “Mondnacht”
Es war, als haett’ der Himmel
Die Erde still geküsst,
Daß sie im Blütenschimmer
Von ihm nun träumen müsst’.
Die Luft ging durch die Felder,
Die Ähren wogten sacht,
Es rauschten leis die Wälder,
So sternklar war die Nacht.
Und meine Seele spannte
Weit ihre Flügel aus,
Flog durch die stillen Lande,
Als flöge sie nach Haus.
CD track 9
The Pious Landsknecht's Morning Song
A.H. Hoffmann von Fallersleben
“Des Frommen Landsknechts Morgenlied”
Ich bin kein Ritter, noch Edelmann,
Ich bin ein armer Knecht,
Dass ich mein Brot verdienen kann,
Das ist mir eben recht .
In Noth
und Tod
Ist Gott mein Herr und Schutz,
Mein Helm und Wehr.
Was brauch’ ich mehr?
Dem Feinde Trutz!
Gott Preis und Ehr’!
CD track 10
Gondoliers
E. Geibel “Gondoliere”
O komm’ zu mir, wenn durch die Nacht
Wandelt das Sternenheer!
Dann schwebt mit uns in Mondespracht
Die Gondel über’s Meer.
Die Luft ist weich, wie Liebesscherz,
Sanft spielt der gold’ne Schein,
Die Citer klingt, und zieht dein Herz
Mit in die Lust hinein.
O komm’ zu mir, wenn durch die Nacht
Wandelt das Sternenheer!
Dann schwebt mit uns in Mondespracht
Die Gondel über’s Meer.
CD track 11
On Lake Constance
A. Graf von Platen “Am Bodensee”
Schwelle die Segel, günstiger Wind!
Trage mein Schiff an das Ufer der Ferne;
Scheiden muß ich, so scheid' ich gerne,
Schwelle die Segel, günstiger Wind!
Schwelle die Segel, günstiger Wind!
Daß ich den Boden, den heimischen schaue!
Fahre du wohl, Helvetiens Aue,
Schwelle die Segel, günstiger Wind!
Schwelle die Segel, günstiger Wind!
Wenn ich auch hier in Entzücken verweile,
Drüben knüpfen mich liebende Seile,
Schwelle die Segel, günstiger Wind!
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